• Projekt
    Versorgungszentrum LKH Graz

  • Architekt
    Ederer + Haghirian Architekten

  • Bauherr
    Steierm. Krankenanstaltenges. m. b. H.

  • Produkt
    6500 m² Planum-Fassade

  • Verarbeiter
    S. Jaritz GmbH
    Zidek

  • Fotos
    gebetsroither alexander

Grundkonzept
Städtebauliche und Baukünstlerische Überlegungen

Das neue Versorgungszentrum ist als eigenständiger Pavillion – eine aus der Klinikgrundstruktur logische Form – konzipiert. Tiefgarage und Speisesaal erzeugen erhebliche Verkehrsströme zwischen Versorgungszentrum und Klinikum. Dieser Tatsache wird durch einen großzügigen Vorplatz, optische Erweiterung durch die rückspringende Erdgeschosszone, Rechnung getragen. Nach dem Hauptzugang wird dieser Rücksprung mit einem Lochblechelement teilweise aufgehoben. Dieser halbtransparente Fassadenteil lenkt die Besucherströme und bildet mit der neu errichteten Portierloge eine Torsituation, die den Abschluss der Nordspange darstellt. Große unterirdische Bauteile und erhebliche Baukörpertiefen machen Höfe notwendig, die für die Baukörper und Geländemodellierung eingesetzt werden. Baumasse und anschließendes Gelände fügen sich dadurch harmonisch in die Gesamtanlage ein und alle Arbeitsbereiche werden entsprechend natürlich belichtet. Die Technikzentrale wurde am Dach situiert und wird zur Baukörpermodellierung herangezogen. Der leicht ansteigende Winkel ist eine Form, der die wirtschaftlichste Leitungsführung ermöglicht und gleichzeitig den Rand des Klinikums städtebaulich markiert. Die weiße Blechfassade mit Fensterbändern versteht sich als zeitgenössische Weiterführung der Bestandsfassaden im Klinikum.
Außenraumgestaltung und Außenanlagen
Der Vorplatz nimmt die Verkehrsströme in und aus dem Gebäude auf und leitet zum Straßenraum über. Die Baumreihe ist die einzige Gliederung und bildet einen natürlichen Filter zwischen Speisesaal und Straße. Im Westen wird der Außenraum durch den angrenzenden Lechwald bestimmt. Die Höfe werden begrünt und tragen so zu einem angenehmen Arbeitsklima in den Untergeschoßen bei.

Allgemeine statische Beschreibung
Das Bauvorhaben teilt sich in einen unterirdischen Bereich der 3 Parkebenen (Untergeschosse 3-5) sowie 2 vor allem als Lager genutzte Ebenen umfasst. Die oberirdische Bebauung wurde statisch für 4 Geschosse ausgelegt. Die derzeitig vorliegende Planung, in Form des Erd- und 1. Obergeschosses, nur 2 Geschosse umfasst. Der erforderliche Geländeeinschnitt zur Umsetzung der 5 Tiefgeschosse bewirkt umfangreiche Tiefbaumaßnahmen zur Baugrubensicherung. So wurden Bohrpfahlwände in Kombination mit Schlitzwänden im Bereich einer möglichen Erweiterung der Tiefgarage in nord-östlicher Richtung vorgesehen. Das Gebäude wurde als Stahlbetonskelettbau konzipiert. Die auftretenden Lasten aus Nutzung und der Eigenlast der flachen Geschossdecken werden durch Säulen / Stützen und die zur Aussteifung des Baukörpers erforderlichen Stahlbetonscheiben in Form der Stiegenhaus- und Liftschachtkerne abgetragen.

Beschreibung Fassade
Die Gliederung der Fassade orientiert sich an der Nutzung und der geforderten Flexibilität. Die Fassadenkonstruktion besteht aus massiven Parapeten und Stürzen die durch ein durchgehendes Fensterband verbunden werden. Zur Sicherstellung eines hochwertigen winterlichen Wärmeschutzes werden die Außenwandflächen entsprechend den Anforderungen an Niedrigenergiegebäuden mit einer entsprechenden Wärmedämmung ausgestattet. Die Fensterkonstruktionen werden mit thermisch hochwertigen Aluminiumrahmen mit einem Rahmen Ur-Wert von 1,7 [W/m2K] und Dreischeibenisoliergläsern mit einem Uf-Wert von [0,7 W/m2K] und einem Gesamtenergiedurchlassgrad von g = 0,37 [-] vorgesehen. Der Sonnenschutz wird über konstruktive Maßnahmen, Gebäuderücksprünge und tief eingeschnittene Leibungen, und individuell steuerbare Jalousien sichergestellt. Der außenliegende bewegliche Sonnenschutz bietet den konstruktiv besten Schutz gegen sommerliche Überwärmung.

Fassadenkonstruktion
Als Fassadensystem wurde eine hinterlüftete Metallsystemfassade mit mineralischen, Fassadendämmplatten gewählt. Es wird auf alle raumbildenden Bauteile, wärme- u. kältebrückenfrei, aufgebracht. Die eingsetzten DOMICO Planum Fassadenprofile in Deckbreite 350 mm aus verzinktem und beschichtetem Stahlblech sind seitlich geschlossen. Die durchdringungsfreie verdeckte Befestigung erfolgt über Modulleisten. Diese flexible Einhängevorrichtung garantiert den bauphysikalisch richtigen Aufbau mit den erforderlichen freien Hinterlüftungsquerschnitten und ist eine sichere Verankerung gegen Windsog bzw. Winddruck.

Kosten- Lebensdauer- Wartung:
Die wartungsfreie Lebensdauer einer Metallfassade beträgt je nach Quelle zw. 30 und 40 Jahren.

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