• Projekt
    Feuerwehrhaus Wurmberg

  • Architekt
    Architekturbüro Ralph Boger

  • Bauherr
    Gemeinde Wurmberg-Neubärental

  • Produkt
    320 m² Planum-Fassade, RAL 7024

  • Verarbeiter
    Krähe & Wöhr GmbH

Optimaler Feuerwehr-Einsatzablauf

Die markante Lage am Ortseingang von Wurmberg sowie die vorhandene Topographie forderte eine zeitgemäße und nachhaltige Architektur. Das Gebäude wurde komplett nach Süden ausgerichtet mit talseitiger Zu- und Abfahrt der Einsatzfahrzeuge, um einen optimalen Feuerwehr-Einsatzablauf sicherzustellen. Darüber hinaus wird auf diese Weise den Feuerwehrleuten ein komfortables und angenehmes Raum- und Sichtgefühl vermittelt.

Die beiden Baukörper mit Zwischenbau vereinen Funktionalität mit einem ästhetischen Gestaltungskonzept. Das Gebäude, das den Maßgaben der DIN 14092-1 (Planung von Feuerwehrhäusern) entspricht, ist multifunktional und beinhaltet alles, was die Feuerwehr benötigt.
Durch die Aufteilung in zwei Gebäudeelemente – der Fahrzeughalle im Osten und dem zweigeschossigen Teil im Westen – ergibt sich für den Betrachter eine erste Separierung. Für den bestmöglichen Ablauf der Feuerwehrtätigkeiten unterteilt sich das Gebäude intern in zwei weitere Bereiche.

Erdgeschossig befinden sich im sogenannten Schwarzbereich die Umkleiden, der Bereitschaftsraum, der Kommandantenraum, die Fahrzeughalle, diverse Technik- und Lagerräume sowie eine Werkstatt. Hiervon getrennt ist der im ersten Obergeschoss angesiedelte Weißbereich, der separat von der Alten Pforzheimer Straße erschlossen ist und Räume für soziale Zwecke bereitstellt. Dazu zählen der Schulungsraum im auskragenden Bauteil Richtung Süden, der Kameradschaftsraum und die Küche. Eine Besonderheit stellt das von den Feuerwehrleuten selbst eingerichtete Feuerwehrmuseum im Foyer-Bereich des Obergeschosses dar.
Konstruktiv wurde die Fahrzeughalle sowie das Erdgeschoss mit rückseitiger Erdandeckung aus Stahlbeton errichtet. Das Obergeschoss besteht aus einer Stahlskelettkonstruktion mit einer flächenbündigen Stahlpaneelfassade „DOMICO Planum“ ohne sichtbare Attika.

Die technische Gebäudeausrüstung wurde nachhaltig ausgeführt. Das Gebäude wird mit einer Gasthermenheizung mit Einzelraumregelung sowie einer Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung in der Fahrzeughalle und in den Umkleideräumen beheizt. Auf dem Fahrzeughallendach befindet sich außerdem eine Photovoltaik-Anlage. Das gesamte Regenwasser wird über eine Zisterne mit Filtern für WC-Spülung, Waschplatz und Stiefelwäsche gesammelt.
Der Außenbereich umfasst wasserdurchlässiges Dränpflaster für Hof-, Fahrbahn- und Parkflächen.
Das restliche Oberflächenwasser sowie der Überlauf werden über ein Regenrückhaltebecken unterhalb der Böschung der Versickerung zugeführt.